Einstellung von Ein-Euro-Jobbern
Pressemitteilung Nr. 70/07 Bundesarbeitsgericht Beschluss vom 2. Oktober 2007 - 1 ABR 60/06 -
Pressemitteilung Nr. 70/07
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Einstellung von Ein-Euro-Jobbern
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Der Betriebsrat hat mitzubestimmen, wenn der Arbeitgeber in seinem
Betrieb erwerbsfähige Hilfebedürftige iSv. § 16 Abs. 3 S. 2 SGB II -
sog. Ein-Euro-Jobber - beschäftigen will. Die Beschäftigung dieser
Personen ist eine mitbestimmungspflichtige Einstellung iSv. § 99 Abs. 1
Satz 1 BetrVG. Zwar sind die Ein-Euro-Jobber keine Arbeitnehmer. Sie
werden aber in den Betrieb eingegliedert und verrichten zusammen mit
den dort beschäftigten Arbeitnehmern zur Verwirklichung des
Betriebszwecks weisungsgebundene Tätigkeiten. Dies genügt für das
Mitbestimmungsrecht.
Der Erste Senat des Bundesarbeitsgerichts gab daher - wie bereits die Vorinstanzen - dem Antrag des Betriebsrats einer Pflegeeinrichtung statt, der gerichtlich festgestellt wissen wollte, dass ihm bei der Beschäftigung von erwerbsfähigen Hilfebedürftigen ein Mitbestimmungsrecht zusteht.
Der Erste Senat des Bundesarbeitsgerichts gab daher - wie bereits die Vorinstanzen - dem Antrag des Betriebsrats einer Pflegeeinrichtung statt, der gerichtlich festgestellt wissen wollte, dass ihm bei der Beschäftigung von erwerbsfähigen Hilfebedürftigen ein Mitbestimmungsrecht zusteht.
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Bundesarbeitsgericht Beschluss vom 2. Oktober 2007 - 1 ABR 60/06 -Hessisches Landesarbeitsgericht Beschluss vom 13. Juni 2006 - 4 TaBV 9/06 -